System- und Komplexformen der technischen Ganzheit - Einheit des natürlichen und sozialen Daseins der Technik - Philosophie der Technologie und der Technischen Wissenschaften
Geschichte und Philosophie Der Wissenschaft - Philosophie der Wissenschaft - Sykalo Yevhen 2025 Inhalt

Philosophie der Technologie und der Technischen Wissenschaften

Einheit des natürlichen und sozialen Daseins der Technik

System- und Komplexformen der technischen Ganzheit

In der allgemeinen Untersuchung der Ganzheit gesellschaftlicher Entwicklung hat derzeit die Analyse der materiell-technischen Ganzheit Priorität, da gerade ihre Deformation letztlich mit Verzerrungen der gesamten sozialen Ganzheit verbunden ist und ihre Rekonstruktion die materielle Grundlage sowie die gegenständliche Ausdrucksform von Reformen bildet. Als effektives methodologisches Instrument einer solchen Untersuchung empfiehlt sich der differenzierte Ganzheitsansatz – die getrennte Betrachtung der relativ autonomen Formen materiell-technischer Ganzheit im Rahmen der Unterscheidung von substratem und funktionalem Gehalt der materiell-technischen Mittel in Bezug auf ihre natur-soziale Dualität.

Einzelne technische Mittel und ihre Vereinigungen bis hin zur Gesamtheit der Technik stellen ganzheitliche materielle Gebilde dar, deren Aufbau durch die Naturgesetze der Bewegung der verwendeten Materiezustände und durch das soziale Funktionieren technischer Mittel bestimmt wird. Daher ist auch die Ganzheit der Technik dualer Natur und erfolgt in zwei relativ autonomen Richtungen: eine durch die Wirkung der Naturgesetze bestimmt, die andere durch die Spezifik des sozialen Funktionierens der Technik bedingt. Beide Richtungen finden ihre adäquate Reflexion in den Begriffen System und Komplex. Anders ausgedrückt: Einerseits liegt die Ganzheit der Technik in der Ebene ihres eigenen materiell-gegenständlichen Seins vor, das die Wirkungen der Naturgesetze nicht überschreitet, wobei die materiell-technischen Mittel lediglich Formen bewegter Materie darstellen, unabhängig vom Grad der Künstlichkeit ihrer Herkunft, ohne ihre Sozialität auszudrücken. Andererseits betrifft die Ganzheit das soziale Sein der Technik in all seiner Vielfalt des gesellschaftlichen Funktionierens, das nicht aus der naturwissenschaftlichen Basis der materiell-technischen Mittel folgt. Im ersten Fall ist die Ganzheit der Technik nichts anderes als ihre Systematik, die allen materiellen Objekten objektiver Realität eigen ist. Im zweiten Fall treten technische Mittel als Komplexe auf – ganzheitliche Gebilde, die nur der sozialen Sphäre eigen sind. Methodologisch bilden der systemische und der komplexe Ansatz die Grundlage für die Untersuchung der strukturellen Organisation der Technik.

Der systemische Ansatz als allgemeine wissenschaftliche Methode ist im Wesentlichen bereits etabliert und wird in theoretischen Erkenntnisprozessen universell angewandt. Weltanschauliche und methodologische Probleme des systemischen Ansatzes, seine allgemeinen Prinzipien und Kategorien, sind in der Literatur umfassend reflektiert. Dagegen sind die grundlegenden Merkmale des komplexen Ansatzes bisher nur unzureichend entwickelt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, einige zentrale Punkte dieser Fragestellung genauer zu betrachten, einschließlich des Verhältnisses zwischen systemischem und komplexem Ansatz.

In seiner Entstehung und Entwicklung geht das Konzept der Systematik auf allgemeinere Begriffe wie Vielfalt und Gesamtheit zurück. Ihre logische Verbindung besteht darin, dass der Begriff der Gesamtheit eine Konkretisierung des Begriffs der Vielfalt darstellt, und der Begriff der Systematik wiederum die Gesamtheit konkretisiert, indem er auf Vielgliedrigkeiten hinweist, die über eine spezifische Eigenschaft der Ganzheit verfügen und in relativ autonomen Formen existieren.

Da der reale Welt eine unendliche Anzahl von Beziehungen und Wechselwirkungen eigen ist, ist auch die Vielfalt der daraus resultierenden Ganzheiten unendlich. Natürlich erfasst der Mensch in jeder Phase seiner Erkenntnis- und Umgestaltungstätigkeit nur einen begrenzten Kreis solcher Beziehungen und Wechselwirkungen, und damit auch nur eine begrenzte Gesamtheit von Ganzheiten als geordnete Mengen bestimmter Objekte (materielle und ideelle, natürliche und soziale). Dabei umfasst die Ganzheitsbetrachtung in Erkenntnis und Umgestaltung der objektiven Realität zwei Momente: Das erste besteht in der Bestimmung des Verhältnisses, in dem eine Menge von Objekten als Ganzheit aufgefasst wird, in der Heraushebung der Ganzheit aus der Vielfalt der objektiv existierenden Gegenstände und ihrer Beziehungen, unabhängig von ihrer größeren oder geringeren Stabilität als eigenständige Entität (Organismus, Biosphäre, Technik, Betrieb etc.). Das zweite Moment besteht in der Untersuchung der Ganzheit an sich, in der Festlegung von Elementen und Struktur, internen und externen Beziehungen sowie integralen Qualitäten.

Der systemische Ansatz bezieht sich auf das zweite Moment der Ganzheitsbetrachtung der Realität und arbeitet mit bereits objektiv gegebenen Ganzheiten in Natur und Gesellschaft. Im Gegensatz zu den Natur-Systemen, die sich im Verlauf natürlicher Entwicklung bilden, werden Gesellschaftssysteme von Menschen geschaffen. Während die Ganzheit natürlicher Systeme lediglich vom Menschen reflektiert wird, wenn auch aktiv, wird die Ganzheit der Technik zunächst nach den bestehenden Bedürfnissen festgelegt (erstes Moment) und anschließend in konkreten materiellen Systemen unter Berücksichtigung der gesamten Bandbreite natürlicher und gesellschaftlicher Voraussetzungen umgesetzt (zweites Moment).

Für den systemischen Ansatz ist die qualitative Besonderheit der untersuchten Objekte unwesentlich; sie werden entpersönlicht, verlieren ihre Spezifik und erscheinen lediglich als Träger allgemeiner Merkmale der elementar-strukturellen Organisation, der Beziehungen und Verbindungen. So umfasst die systemische Betrachtung technischer Geräte vor allem die Ganzheit ihrer materiellen Gegenständlichkeit unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Relevanz und lässt die soziale Zweckbestimmung ihrer besonderen, in der Natur nicht vorhandenen Struktur unberücksichtigt.

Der komplexe Ansatz zielt in erster Linie auf die Lösung der Aufgaben des ersten Moments der Ganzheitsbetrachtung der objektiven Realität ab, das heißt, er ist unmittelbar mit den Zielen menschlicher Tätigkeit verbunden. Seine direkte Berührung und in einigen Bereichen sogar Verschmelzung mit dem systemischen Ansatz führen dazu, dass in der überwiegenden Mehrheit der Fälle die Begriffe Komplex, Komplexität und komplexer Ansatz mit den Begriffen System, Systematik und systemischer Ansatz in Beziehung gesetzt werden, wobei die Bandbreite der Varianten dieser Zuordnung sehr groß ist.

Häufig werden die Begriffe System und Komplex als Synonyme verwendet und nur aus stilistischen oder terminologischen Gründen abgewechselt. Manchmal versteht man unter einem Komplex ein komplexes, vielschichtiges System, dessen Ganzheit nicht in einem einzigen Bezug betrachtet werden kann. Oft wird Komplexität jedoch mit Vernetztheit oder Vielseitigkeit gleichgesetzt, unabhängig von Systematik. Dieser Ansatz ist besonders in vielen wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten verbreitet, insbesondere bei Untersuchungen territorialer Entwicklung, wie etwa bei der Definition eines territorial-produktiven Komplexes.

Besondere Beachtung finden Arbeiten, in denen das Verhältnis von System und Komplex nicht explizit behandelt wird, jedoch Systematik und Komplexität sowie systemischer und komplexer Ansatz unterschieden werden – und dies aus unterschiedlichen Perspektiven. In einigen Fällen steht Komplexität für Systematik im weiteren Sinne, als spezieller Ansatz, um alle Aspekte eines gesellschaftlichen Phänomens zu untersuchen: politische, wirtschaftliche, soziale, ideologische, organisatorische. In anderen Fällen drückt Systematik die Ganzheit des Objekts aus, während Komplexität die Ganzheit der Erkenntnistätigkeit bezeichnet, die auf dieses Objekt gerichtet ist.

Die Ursache solcher Unterschiede liegt vermutlich darin, dass die Entwicklung systemischer Vorstellungen mit der Definition des Grundbegriffs „System“ beginnt, aus dem die abgeleiteten Begriffe Systematik, systemischer Ansatz usw. entfaltet werden, während die Mehrheit der vielfältigen Konzepte von Komplexität keinen einheitlichen Ausgangspunkt hat. Der Begriff der Komplexität stützt sich in der Regel nicht auf eine strenge Definition des Komplexes, da eine solche Definition noch nicht entwickelt wurde. Die Verwendung des Begriffs Komplex ohne vorherige logische Begründung, lediglich zur Bezeichnung innerlich zusammenhängender Mengen wie „Komplex von Wissenschaften, Maßnahmen, Bauwerken“, verleiht nur oberflächlich Gewicht im Vergleich zu dem weniger bedeutungsvollen Begriff „Gesamtheit“, unterscheidet sich in Wirklichkeit jedoch nicht von ihm. Seine weite Verbreitung trägt kaum zum wirklichen Verständnis der Komplexität bei und erschwert sogar deren vertiefte Analyse aufgrund der Trägheit alltäglichen Denkens, das auf vermeintlicher Offensichtlichkeit und Banalität des Begriffs Komplex beruht.

Dennoch basiert praktisch jede Variante der Interpretation von Komplexität in gewissem Maße auf den gemeinsamen Konzepten von Ganzheit, Einheit, Vernetztheit, Vielseitigkeit und Vollständigkeit. Einige dieser Konzepte werden allerdings unterschiedlich interpretiert, da sie nicht hinreichend ausgearbeitet sind – ein Beispiel ist das Konzept der Ganzheit, das entweder die Gesamtheit der Beziehungen und Verbindungen eines Objekts als große integrale Struktur umfasst oder etwas anderes bezeichnet, wenn die Betrachtung aller Beziehungen des Objekts nicht als Ganzheit, sondern als vielschichtig angesehen wird. Die Grundlagen von Ganzheit, Vielseitigkeit, Vollständigkeit und Integrität bleiben somit weitgehend unerforscht.

Bei der Lösung dieses Problems muss es jedoch um eine besondere Form der Ganzheit gehen, die in Beziehung zur bereits herausgearbeiteten und detailliert untersuchten systemischen Form steht. Die Existenz systemischer und komplexer Formen der Ganzheit wird vor allem dadurch bestimmt, dass erstere nicht auf den sozialen Bereich beschränkt ist, während letztere nicht über den Sozialraum hinausgeht. Technik (und andere gesellschaftliche Phänomene) zeichnet sich somit durch die Einheit systemischer Ganzheit der technischen Mittel (materielle Gegenstände an sich, unabhängig von der Erfüllung sozialer Funktionen) und komplexer Ganzheit ihres sozialen Funktionierens aus. Menschliches Handeln gewährleistet zudem die funktionale Einheit solcher Mengen, die keine interne systemische Ganzheit besitzen, aber komplexe Ganzheiten bilden. So stellt die Umwelt des Menschen – sowohl natürliche als auch gegenständliche – in ihrer gesamten Elementvielfalt eine Menge dar, die außerhalb ihrer allgemeinen Beziehung zum Menschen als Faktor seines Daseins nicht zu einer Einheit verschmolzen werden kann und nur in diesem Bezug funktionale Ganzheit besitzt.

Komplexe Ganzheit wird durch funktionale Verbindungen aller Elemente einer Menge gestützt, durch ihre einheitliche Beziehung zum Menschen als zentralem Träger der Ganzheitsbeziehungen. Innerhalb einer Menge mit komplexer Ganzheit sind direkte Verbindungen zwischen ihren Komponenten nicht zwingend. Verliert der zentrale Träger der Verbindungen seine Funktion, zerfällt der Komplex als Ganzheit.

Im Gegensatz zum System, das klar aus seiner Entwicklungs- und Funktionsumgebung hervorgeht und unabhängig von seiner eigenen Größe in eine umfassendere Ganzheit eingebunden ist, stellt der Komplex eine geordnete Umwelt, eine organisierte Gesamtheit von Existenzfaktoren des Menschen dar – den Koordinator seiner Ganzheit. Die wesentlichen Merkmale der Entwicklung und Funktion eines Komplexes sind daher nicht streng an die Existenz seiner Umwelt gebunden und nicht daran, dass er als elementares Gebilde in größere Ganzheiten eingebunden ist.

Ein Komplex als besonders geordnete Menge besitzt eine bestimmte Struktur. Es existiert auch eine Hierarchie komplexer Ganzheiten, deren elementar-strukturelle Unterordnung jedoch nicht mit der elementar-strukturellen Hierarchie der Systematik identisch ist. Die hierarchischen Beziehungen der elementar-strukturellen Unterordnung von Komplexen liegen nicht in den Komplexen selbst, sondern im Menschen – dem Träger der komplexen Ganzheit. Daher kann ein Komplex nicht ohne Bezug zum Menschen in einen anderen als Glied integriert werden, ähnlich wie ein System in ein anderes als Teilkomponente eingebunden wird.

Die Grundlage der elementar-strukturellen Differenzierung der Komplexität ist die Differenzierung des Menschen selbst und das Vorhandensein verschiedener Aspekte in ihm. Der Unterschied der Grundlagen systemischer und komplexer Ganzheit bestimmt auch die Eigenschaften ihrer Bestandteile. Systematik bezieht sich vor allem auf die Ordnung einer Objektsmenge und impliziert nicht deren Homogenität oder Heterogenität. Bei Komplexität hat die innere Ordnung der Menge von vornherein keine primäre Bedeutung; sie verweist auf die Heterogenität der Komponenten und ihre elementare Komplexität. System und Komplex zeichnen sich durch eine umgekehrte Abhängigkeit der Qualitäten der Objekte selbst und in Bezug auf die Ganzheit aus. Ein System kann identische Objekte enthalten, ihnen aber unterschiedliche Funktionen zuweisen, verschiedene Eigenschaften herausstellen und sie heterogen machen; ein Komplex enthält unterschiedliche Objekte, weist ihnen jedoch eine einheitliche Funktion zu, hebt gemeinsame Eigenschaften hervor und macht sie homogen. Beispielsweise stellt die Entwicklung des städtischen Personennahverkehrs im systemischen Maßstab einen Prozess der Verbesserung seiner Struktur und Hauptbestandteile dar, einschließlich Straßenbau, Stärkung der Reparaturbasis und Ordnung der Leitstelle. Dasselbe Phänomen erscheint im komplexen Maßstab unter qualitativen und quantitativen Kriterien der Erfüllung seiner gesellschaftlichen Funktionen, insbesondere des Transports von Passagieren zur richtigen Zeit, zum richtigen Ort, mit notwendigem Komfort und ohne Gefahr.

Systemische und komplexe Formen der Ganzheit unterscheiden sich nicht nur nach Art ihrer Verbindungen, sondern auch in vielen anderen Aspekten. Am wesentlichsten ist ihr Unterschied hinsichtlich der elementaren Vollständigkeit des Objekts und der umfassenden Erfassung seiner Verbindungen. Empirisch entwickelte Vorstellungen über den komplexen Ansatz betonen die Vollständigkeit und Vielseitigkeit der Betrachtung eines Objekts. Dieses korrekte Verständnis von Komplexität darf jedoch nicht aus einem eingeschränkten Verständnis von Systematik abgeleitet werden, die angeblich diese Vollständigkeit nicht gewährleistet. Tatsächlich weisen komplexe und systemische Ganzheiten unterschiedliche Typen von Vollständigkeit auf.

Der systemische Ansatz verpflichtet dazu, den Mechanismus der Interaktion der Bestandteile einer Menge offenzulegen, ihre Bestimmtheit als Elemente eines Systems zu erfassen, die dem eigenständigen Bestehen des Systems untergeordnet sind und teilweise ihre eigene Bestimmtheit verloren haben. Im Zentrum der Betrachtung steht die Entwicklung und Funktionsweise des vernetzten Ganzen, unabhängig davon, ob wir ein Objekt analysieren und systematisch zerlegen oder ob unser Untersuchungsgegenstand eine Menge von Objekten ist, deren Ganzheit wir erfassen wollen.

Im Gegensatz dazu bedeutet die komplexe Vollständigkeit und die Vielseitigkeit der Verbindungen eines Ganzen seine funktionale Vollständigkeit, die umfassende Abdeckung menschlicher Lebensaktivität. Ein komplexes Ganzes kann ebenfalls auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden, doch in jedem Fall handelt es sich um einen abgeschlossenen Prozess, ein relativ vollständiges Objekt. So umfasst ein territorialer Komplex alle Mittel menschlicher Existenz (Produktion, Wohnraum, kulturelle Einrichtungen, Kommunikation, Gesundheitssystem usw.), ein medizinischer Komplex deckt ein breites Spektrum von Krankheiten, Mitteln und Behandlungsmethoden ab, und ein agrar-industrieller Komplex bildet einen geschlossenen Kreislauf der Produktion und Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Ein Werkzeugset stellt die Vollständigkeit von Arbeitsprozessen sicher.

Ein Komplex ist durch ein Mindestmaß an elementarer Vielfalt gekennzeichnet, unterhalb dessen das Objekt seinen Charakter als komplexes Ganzes verliert (ein Fußballfeld kann nicht als sportlicher Komplex gelten). Dieses Minimum, und gleichzeitig als mögliches Maximum der Vollständigkeit des Komplexes, wird durch die gesellschaftlich bedeutsamen Möglichkeiten und Bedürfnisse des Menschen bestimmt. So gelten zusammengeschlossene Raumfahrzeuge zu Recht als Komplex, da sie Transport-, Forschungs- und lebensunterstützende Funktionen erfüllen. Es wäre falsch, ihre Vereinigung nicht als komplexe Ganzheit zu betrachten, nur weil ihre Vollständigkeit die Vollständigkeit irdischer Lebenskomplexe nur teilweise widerspiegelt. Auf dem heutigen Stand der Raumfahrttechnik besitzt dieser Komplex ausreichende Vollständigkeit.

Die Position des Menschen als Träger der komplexen Ganzheit einer Menge in Bezug auf elementare Vollständigkeit und Vielseitigkeit der Verbindungen kann aus zwei Hauptperspektiven betrachtet werden, deren Einheit und Unterschied sich aus der Einheit und Differenz des Menschen als Ziel und Mittel seiner eigenen Tätigkeit ergibt. Der Mensch als Ziel der Komplexität ist Träger der funktionalen Ganzheit des Objekts (technische, Bau- und Wohnkomplexe), der Mensch als Mittel befindet sich im Zentrum der komplexen Ganzheit, der Vollständigkeit des Tätigkeitsprozesses zur Schaffung und Sicherung der sozialen Funktion des Objekts.

Unabhängig von den konkreten Formen der Komplexe bleibt der Mensch Träger der Verbindungen ihrer Ganzheit – hierin liegt ihre unveränderliche Wesenseinheit, die empirisch nicht immer offensichtlich ist. So ist beim komplexen Behandeln oder Erziehen des Menschen der Mensch eindeutig Träger der Komplexität, sei es als Objekt oder Subjekt der Tätigkeit. Anders verhält es sich bei territorial-produktiven Komplexen. Hier muss klargestellt werden, ob in einer Region der gesamte Lebenszyklus des Menschen (Arbeit, Bildung, Erholung) oder die Vollständigkeit des Produktionsprozesses (Rohstoffgewinnung, Produktion) gemeint ist. Typische Beispiele sind abgeschlossene Produktionszyklen (komplexe Wartung von Anlagen, Automobilproduktionskomplexe, Viehzuchtkomplexe).

Gleichzeitig ist zu beachten, dass die Objekt-Subjekt-Beziehungen innerhalb von Komplexen keinen alternativen Charakter haben. Ziel und Mittel im Menschen und der Mensch und das Objekt seiner Tätigkeit dürfen nicht voneinander getrennt oder gegeneinander gestellt werden.

Betrachtet man den Menschen als eine Art Koordinator der elementaren Vollständigkeit und Vielseitigkeit der Verbindungen der Komplexität einer Menge, muss die Objektivität dieser Ganzheitsform geklärt werden. Im Bezug auf Technik ist dieses Problem innerhalb der dialektisch-materialistischen Theorie eindeutig gelöst: Der Mensch konstruiert technische Systeme selbst, stützt sich jedoch auf erkennbare Notwendigkeiten. Die gesellschaftliche Bestimmung der Entwicklung und Funktion technischer Naturformen setzt sich in der entsprechenden Organisation der natürlichen Umwelt fort, die eine funktionale Ganzheit erhält, die dem technischen System entspricht. Durch die Konstruktion von Technik gestaltet der Mensch gleichzeitig auch den Komplex der natürlichen Umwelt. Zugleich zwingt das Vorhandensein dieser natürlichen Umgebung den Menschen, bestimmte technische Mittel zu schaffen, was die kausale Vorrangstellung der Natur bei ihrer Transformation in ein funktionales Ganzes ausdrückt.

Die Analyse von Systematik und Komplexität zeigt, dass es sich um zwei relativ autonome Formen der Ganzheit objektiver Realität handelt, die unterschiedliche Aspekte des substrat-funktionalen Zusammenspiels menschlicher Lebensaktivität und der natur-sozialen Dualität seines materiellen Daseins betreffen. Die Systematik eines Objekts ist seine Ganzheit „an sich“, die Komplexität seine Ganzheit „für uns“. Der systemische Ansatz erfasst die elementaren und verbindenden Vollständigkeiten des eigenen Bestehens des Objekts, der komplexe Ansatz die Vollständigkeit seiner sozialen Funktion.

Die Prinzipien der komplexen Betrachtung der objektiven Realität sind Fortführung und Weiterentwicklung der Prinzipien der systemischen Betrachtung, wobei die Herausstellung des komplexen Ansatzes nicht auf einer Verengung oder Erweiterung des systemischen Ansatzes beruht. Sie präzisiert den Status des systemischen Ansatzes und ermöglicht die Überwindung gewisser Unklarheiten hinsichtlich der systemischen Ganzheit.

Die Entstehung und Entwicklung komplexer Vorstellungen hängt mit bestimmten Prozessen des gesellschaftlichen Lebens zusammen und resultiert aus methodologischen Unzulänglichkeiten systemischer Konzepte, um die Gesetzmäßigkeiten der Gesellschaftsentwicklung in der modernen Phase aufzudecken und ein effizientes Management gesellschaftlicher Prozesse zu gewährleisten.

Als Methoden der erkenntnis- und transformierenden Tätigkeit unterscheiden sich komplexer und systemischer Ansatz dadurch, dass ersterer vor allem die zielgerichtete Tätigkeit betrifft, während letzterer die zielumsetzende, mittelbildende Tätigkeit umfasst. Die komplexe Ganzheit technischer Mittel ist das Ziel der Technikentwicklung, während die systemische nur ihr Mittel ist: Zuerst wird ein Komplex definiert, dann wird ein System (Technik, Produktion, Verwaltung, Erziehung) konstruiert. Die Funktion des komplexen Ansatzes besteht in der Auswahl von Elementen und Verbindungen des Objekts, die des systemischen in dessen optimaler, ganzheitlicher Strukturierung (dies wird besonders beim Schaffen grundsätzlich neuer technischer Mittel, z. B. Raumfahrzeuge, deutlich).

Folglich basiert die Komplexität auf der Systematik und ist ohne sie nicht möglich, ebenso wie ein Ziel ohne Mittel unerreichbar ist. Eine Verletzung der systemischen Ganzheit eines technischen Geräts entzieht ihm die Möglichkeit der sozialen Funktion oder senkt dieses Funktionieren auf ein niedrigeres Niveau komplexer Ganzheit.

Die komplexe Betrachtung der objektiven Realität im Prozess ihrer Erkenntnis und Umgestaltung setzt die Erfassung von Komplexen voraus – funktional einheitliche Mengen von Objekten, Eigenschaften und Tätigkeitsarten –, die Bestimmung der Komplexität (Typ oder Form der Organisation von Mengen entsprechend dem konkret-historischen Ausdruck ihrer funktionalen Vollständigkeit) und die Entwicklung eines komplexen Ansatzes (Ausrichtung der Tätigkeit auf die Erreichung einer konkret-historisch vollständigen Abdeckung der funktionalen Ganzheit des Objekts).

Die Umsetzung des komplexen Ansatzes erfordert unbedingt die Vereinigung verschiedener Tätigkeitsarten, ihre Interdisziplinarität (in der Wissenschaft: Interdisziplinarität), jedoch nicht als bloße Addition, sondern als organische Verschmelzung zu einer integrierten Tätigkeit, die der Ganzheit des Objekts entspricht. Die Interdisziplinarität der Tätigkeit ist jedoch nur eine notwendige Bedingung und ein Mittel zur Umsetzung des komplexen Ansatzes und drückt nicht dessen Wesen aus. In der Praxis der wissenschaftlichen Tätigkeit kommt es vor, dass die Gesamtheit verschiedener Richtungen unbegründet zum Rang einer komplexen Untersuchung erhoben wird; daher ist es notwendig, zwischen dem Begriff eines Forschungskomplexes und einer komplexen Untersuchung zu unterscheiden.

Die unterschiedlichen Maßstabsebenen der Systematik der Technik zeichnen sich durch die Spezifik der Elemente und deren Verbindungen aus. Die Technik weist jedoch auf jeder dieser Ebenen systemische und komplexe Ganzheit auf: innerhalb einzelner technischer Geräte und im Rahmen der konkret-historischen Globalität bildet sie ein Ganzes, das sowohl substrat- als auch funktionsbezogen verbunden ist. Daher ist es nicht notwendig, terminologische Vielfalt zu schaffen, um bestimmte Eigenschaften der Verbindungen zwischen Systeme­lementen oder Komplexgliedern auf verschiedenen Maßstabsebenen der technischen Ganzheit zu reflektieren, und es ist noch weniger erforderlich, ein Fundament der Ganzheit der Technik (Systematik) beim Übergang von einer Ebene zur anderen durch ein anderes (Komplexität) zu ersetzen – die Technik besitzt zwei Formen der Ganzheit (systemische und komplexe), nicht eine Zweiteilung in Systeme und Komplexe.

Es ist außerdem zu beachten, dass man bei der Betrachtung der Technik insgesamt nicht nur auf den Bereich der materiellen Produktion beschränkt sein darf. Es existieren auch andere Bereiche menschlicher Tätigkeit. Allgemein handelt es sich um eine globale Ganzheit, die Haushaltsgeräte, Raumfahrzeuge, Metallbearbeitungsmaschinen, Bergbauausrüstungen usw. gleichermaßen umfasst. Ihre funktionale Einheit ist unbestritten; zusammen bilden sie einen technischen Komplex. Grundsätzlich besitzt die materiell-sachliche Welt des menschlichen Daseins systemische Ganzheit, obwohl die allgemeine Vernetzung dieses Daseins nicht unmittelbar ist, im Gegensatz etwa zu den starren Verbindungen von Knotenpunkten in einem einzelnen Mechanismus.

Systemik im kleinen Maßstab ist meist offensichtlich und erfordert keine besonderen Lösungen, z. B. die metaphorische Ablehnung des fünften Rades am Wagen. Die Ganzheit großer Systeme lässt sich nicht so anschaulich berechnen, da keine eindeutig definierte Abhängigkeit zwischen ihren Elementen besteht – beispielsweise zwischen der Gesamtlänge von Straßen, der Qualität ihrer Beläge, der Anzahl der Fahrzeuge und der Gesamtzahl der Tankstellen. Es existieren nur Varianten, deren Auswahl in erster Linie auf sozialen Kriterien beruht und durch die soziale Differenzierung der Gesellschaft bestimmt wird. Mit anderen Worten: Obwohl die sozioökonomische Ganzheit ursprünglich technologisch bestimmt ist, bleiben entscheidend wirtschaftliche und soziale Indikatoren, etwa der Umfang eingesetzter Ressourcen und ihre gesellschaftliche Bedeutung, deren Relativitätstiefe durch den Grad der sozialen Differenzierung definiert wird.

Ein typisches Beispiel für systemische Ganzheit ist das Problem des Transports von Großobjekten, das sich nicht auf den Transportbereich selbst beschränkt, sondern Einfluss auf die Entwicklung der Verkehrstechnik und der Infrastruktur insgesamt hat und in die Produktion zurückwirkt, indem es bestimmte Einschränkungen auferlegt – beispielsweise für große Einzelanlagen in der Energieversorgung (Reaktoren, Turbinenräder), für die Montage von Großblöcken in hoher Fertigstellungsstufe usw. Für die Raumfahrtproduktion wird der Transportfaktor sogar entscheidend.

Natürlich ist die technologische Kopplung der Elemente eines einzelnen Prozesses oberflächlicher und leichter darstellbar, während sie im gesamten Produktionsprozess durch zahlreiche Faktoren vermittelt wird, einschließlich menschlicher. So hängt die Kopplung von Produktionskapazitäten über technologische Bearbeitungsstufen (z. B. Eisenerzabbau, Transport, Aufbereitung, Lagerung, Schmelze, Verarbeitung) nicht nur von der mengenmäßigen und qualitativen Bestimmtheit der Ausrüstung ab, sondern auch von Arbeitsorganisation, Personalbestand, Qualifikationsniveau und sozioökonomischen Lebensbedingungen.

Die systemische Ganzheit der Technik zeigt sich vor allem in der Existenz eines einheitlichen Prozesses der Entwicklung und Funktionalität einer Vielzahl einzelner Objekte, deren Bewegung dem Gesamtprozess der Menge untergeordnet und auf bestimmte Weise spezialisiert ist. Notwendige Bedingungen der Systematik der Technik sind ihre räumlich-zeitliche Lokalisierung und die Substratbindung der Verbindungen zwischen ihren Elementen. Diese Bedingungen erfüllen nicht nur einzelne technische Mittel, sondern die gesamte Technik, sei es eine Menge von Handwerkzeugen, Maschinen oder Automaten. Die Systematik der Technik insgesamt stützt sich auf Elemente der natürlichen Umwelt (Lithosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre, Gravitation usw.), die in diesem Funktionieren prinzipiell nicht anders als Gehäuse und Gestelle agieren, welche die Funktionen der Unterstützung und Kopplung von Knoten und Teilen in einzelnen technischen Geräten übernehmen, und wird durch materielle Infrastruktur (Gebäude, Straßen, Kanäle, Tunnel, Brücken, Strom- und Übertragungsleitungen, Rohrleitungen usw.) unterstützt. Diese Elemente unterscheiden sich wiederum prinzipiell nicht von den internen Verbindungen einzelner technischer Mittel und verbinden die gesamte Technik ebenso substratmäßig wie die Übertragung, die einzelne Aggregate koppelt.

Die systemische Ganzheit der Technik erfordert technologische Kopplung ihrer Elemente, die deren gemeinsames Funktionieren gewährleistet. Dazu gehören die quantitative und qualitative Abstimmung der Elemente, die Ordnung ihrer Funktion und weitere systembildende Faktoren. Die Systematik einzelner technischer Mittel und der Technik insgesamt ist in diesen Punkten für alle einheitlich. Natürlich ist die technologische Kopplung der Elemente eines einzelnen Geräts oberflächlicher und leichter darstellbar, während sie in der gesamten Technik durch zahlreiche Faktoren vermittelt wird, einschließlich sozialer.

Die systemische Ganzheit ist nicht nur für das Funktionieren der Technik charakteristisch, sondern auch für ihre historische Entwicklung, die auf der substratmäßigen Ebene gewissermaßen die Evolution der lebenden Materie widerspiegelt, die sich durch die kontinuierliche Abfolge von Generationen lebender Systeme vollzieht, die unmittelbar miteinander verbunden sind. Im gesamtgeschichtlichen Prozess manifestiert sich auf substratkontinuierlicher Ebene der Technik der Übergang von der Nutzung bestimmter Formen bewegter Materie zu anderen.

Schließlich zeigt sich die Systemik der Technik insgesamt, wie auch einzelner technischer Mittel, in ihren integralen Eigenschaften, einem neuen substratmäßigen Qualitätsniveau. Die konkrete Bestimmung dieser Eigenschaften wird durch die Vielzahl der Strukturebenen der Technik und die hohe Diversität der verwendeten Formen bewegter Materie erschwert. Offensichtlich ist diese Schwierigkeit allgemein bei der Herausarbeitung der Eigenschaften beliebiger Systeme, deren Elementzugehörigkeit zu anderen, umfassenderen Systemen mit der Abgrenzung dieser und umfassenderen Systeme nach qualitativ unterschiedlichen Bewegungsformen der Materie übereinstimmt.

Dabei ist das innere Zusammenspiel des Systems (einzelner technischer Mittel untereinander) klar definiert, während das äußere Zusammenspiel in Bezug auf seine Abgrenzung vom inneren Zusammenspiel eines umfassenderen Systems (gesellschaftlich oder natürlich) unklar bleibt. Zu den integralen Eigenschaften der Technik insgesamt gehören ihre Eingangs- und Ausgangsgrößen in ihrer Gesamtheit – der Gehalt und das Ausmaß der Einwirkung auf die natürliche Umwelt in konkret ausgedrückten Formen sowie der Umfang der Erfüllung substratmäßig definierter Bedürfnisse.

Die Ganzheit der Technik verliert ihre Systemik nicht, wenn man von niedrigeren Strukturebenen zu höheren geht. Darüber hinaus hängt die systemische Ganzheit einzelner technischer Mittel direkt von ihrem Einbezug in das Gesamtsystem ab; bei ihrem Ausschluss verlieren sie ihre technische Ganzheit vollständig und hören auf, technische Systeme zu sein.

Es wäre falsch anzunehmen, dass die Systemik der Technik beim Übergang von einer Strukturebene zur anderen bis zu einem bestimmten Niveau von der Technik selbst ausgeht und erst darüber hinaus durch menschliche Tätigkeit zu einem einheitlichen System verbunden wird. Daraus folgt, dass ein wesentlicher Aspekt des technischen Fortschritts darin besteht, dieses Niveau zu erhöhen und die eigene Systemik der Technik zu steigern – von vereinzelten Handwerkzeugen zu ihren Systemen in Maschinen, von einzelnen Maschinen zu Systemen in automatischen Produktionslinien usw. Tatsächlich wird die Systemik der Technik auf allen Strukturebenen durch menschliche Tätigkeit unterstützt, der Träger beider Formen technischer Ganzheit ist.

Bei der Differenzierung von systemischer und komplexer Form technischer Ganzheit wird die Trennung zweier Arten von Gesetzmäßigkeiten des technischen Fortschritts angenommen, die miteinander interagieren und sich während der Entwicklung und Evolution technischer Mittel gegenseitig durchdringen. Gleichzeitig sind sie in ihrer Einheit ausreichend hierarchisch geordnet – die Systemik der Technik bedeutet die Ganzheit ihres sachlichen Daseins und bildet das Mittel des technischen Fortschritts; die Komplexität der Technik bedeutet die Ganzheit ihres sozialen Funktionierens und bildet das Ziel des technischen Fortschritts.

In diesem Ansatz stellen systemische und komplexe Formen der technischen Ganzheit Gegensätze dar: Erstere drückt die innere, substratmäßige Ganzheit der Technik aus, bedingt durch allgemeine Gesetzmäßigkeiten des systemischen Aufbaus der Natur; letztere bildet die funktionale Ganzheit der Technik, bestimmt durch die Gesetzmäßigkeiten des ganzheitlichen menschlichen Daseins. Folglich kann die Technik in ihre systemischen und komplexen Elementarbestandteile zerlegt werden, die objektiv nicht immer übereinstimmen. Entsprechend haben systemische und komplexe Formen der technischen Ganzheit unterschiedliche Gesetzmäßigkeiten, sind jedoch untrennbar miteinander verbunden und wechselseitig bestimmt innerhalb der Einheit von Natur und Gesellschaft.

Die Gesetzmäßigkeiten der komplexen Ganzheit der Technik werden durch die Bewegung gesellschaftlicher Bedürfnisse bestimmt und spiegeln den Prozess ihrer funktionalen Entwicklung wider. Zum Beispiel verläuft die Evolution der komplexen Ganzheit von Mitteln der Fotografie, Tonaufnahme, Rundfunk, Fernsehen und Kino im Wesentlichen gleich, da sie die Ausweitung der Wirkung auf die menschlichen Sinne umfasst (vom unbewegten Bild zum bewegten, von Schwarzweiß zu Farbe, vom Mono- zum Stereo-Klang, vom flachen zum dreidimensionalen Bild usw.), obwohl die Systemik jedes dieser Mittel ihre eigene, teils spezifische Entwicklung aufweist. Am deutlichsten zeigt sich die relative Eigenständigkeit der Entwicklung komplexer Ganzheit in der allgemein für die meisten ihrer Bereiche gültigen Abfolge: Handwerkzeug – Maschine – Automat.

So entwickelt sich die Ganzheit der Technik gewissermaßen in zwei Dimensionen, unterschiedlich determiniert durch natürliche und soziale Gesetzmäßigkeiten der Wechselbeziehungen und gegenseitigen Bedingtheit von Phänomenen. Der materiell-technische Komplex strebt nach vollständiger Vollendung, nach einem Zustand, in dem er alle konkret-historischen Bedürfnisse, die mit der Nutzung materiell-technischer Mittel verbunden sind, befriedigen kann. Bei der Schaffung eines technischen Komplexes stößt der Mensch jedoch ständig auf Trägheit und interne systemische Ganzheit, auf den Widerstand ihres eigenen sachlichen Daseins.

Die komplexe Ganzheit der Technik lässt sich nicht in ihre Systemik einfügen und tritt in Widerspruch zu ihr. Dieser Widerspruch fungiert als treibende Kraft der materiell-technischen Entwicklung. Prinzipiell bilden die Gesamtheit materiell-technischer Mittel und die konkret-historische natürliche Umwelt ein einheitliches Ganzes, das aufgrund des ständig auflösbaren und wieder auftretenden Widerspruchs zwischen systemischer und komplexer Form materiell-technischer Ganzheit funktioniert und sich entwickelt, wobei die Technik gemäß der Richtung ihrer funktionalen Entwicklung natürliche Bindungen überwinden muss, um sich aus den Fesseln naturbedingt gegebener Systemik zu lösen, die ihrerseits nach vollständiger Vollendung strebt, einem Zustand stabilen Gleichgewichts der enthaltenen Elemente, und der Komplexität widersteht, die ständig neue Funktionen auferlegt und die Stabilität des technischen Systems sowie der Natur beeinträchtigt.

Aus Sicht des modernen wissenschaftlichen Wissens ist das Prinzip materiell-technischer Ganzheit klar und einfach: Die gesamte sachliche Welt menschlichen Daseins bildet ein einheitliches System, das folglich anhand eines beliebigen seiner Elemente, das als Basis gewählt wird, berechnet werden kann. Beispielsweise ist zur Ernährung der Menschheit eine bestimmte Menge Getreide erforderlich; für dessen Produktion müssen entsprechende Flächen bearbeitet werden, wozu Werkzeuge und Maschinen, Brennstoffe usw. benötigt werden, und dies setzt sich entlang der gesamten Kette bis hin zur relativen Fokussierung auf den Menschen als Konsumenten am Anfang und als Produzenten am Ende fort. Eine konkrete Berechnung könnte wie folgt aussehen: Um die Bevölkerung mit allen Nahrungsmitteln nach einer rationalen Norm zu versorgen, ist eine Getreideernte von 1 Tonne pro Person erforderlich. Bei einer mittleren Ertragsleistung von 15 Zentnern pro Hektar (russische Kennwerte) können ein bis zwei Menschen ernährt werden. Um die gesamte Menschheit zu versorgen, müssten daher jährlich mehr als 4 Milliarden Hektar bepflanzt werden, was fast doppelt so viel wie die Fläche der ehemaligen UdSSR oder ein Sechstel der Landfläche der Erde entspricht. Anschließend kann berechnet werden, welche Menge und Art von Technik, Brennstoff, Dünger usw. für die Aufrechterhaltung dieses Ertrags erforderlich ist. Dann folgt die Berechnung der Produktion der Technik selbst und des Brennstoffs, und so weiter – die gesamte Kette lässt sich kaum vollständig erfassen.

Neben Nahrungsmitteln benötigt der Mensch auch Wohnraum, Kleidung, Schuhe, Medikamente, Bücher und Transportmittel. Wir wagen es nicht, den rationalen Inhalt des gesamten Warenkorbs festzulegen, wohl wissend, dass Normen bedingt sind, und gehen zumindest nicht davon aus, dass jeder Mensch ein Zimmer in einer eigenen Wohnung besitzen muss oder jede Familie ein Auto. Wichtig ist uns vielmehr, die Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen dem Verbrauchskomplex und dem produzierenden System aufzuzeigen. Dies kann erfolgen, indem man die Gesetzmäßigkeiten der Bildung des Verbrauchskomplexes und die Gesetzmäßigkeiten des Funktionierens und der Entwicklung des materiell-technischen Systems bestimmt.

Alle Varianten der Berechnung des materiell-technischen Systems – das heißt, jedes Element, das als Ausgangspunkt genommen wird – müssen zueinander führbar und widerspruchsfrei sein. Anders ausgedrückt: Berechnet man das materiell-technische System als Mittel zur Befüllung des Verbraucherkorbs, kann man von jedem beliebigen Ausgangselement ausgehen – sei es Nahrung, Wohnraum, Transportmittel usw. – und muss dasselbe Ergebnis erhalten, eine einheitliche Gesamtsystematik.

Obwohl das Prinzip der Ganzheit in der materiell-technischen Entwicklung auf den ersten Blick offensichtlich erscheint, existiert kein adäquates Modell – weder als physisches, noch als wertmäßiges oder mathematisches Modell. In Bezug auf Berechnungsmethoden geht die materielle Produktionspraxis im Wesentlichen nicht über eine funktionale Schema einer spontan regulierten Balance von Produktion und Konsum hinaus. Niemand kann garantieren, dass die reale materiell-technische Ganzheit ebenso ausgewogen ist wie ein lebender Organismus, dass beispielsweise die Summe der Arbeitskräfte, berechnet für alle Elemente des materiell-technischen Systems, das zur Schaffung eines ausreichenden Verbrauchskomplexes notwendig ist, die Erdbevölkerung nicht übersteigt.

Die Schwierigkeiten beim Aufbau eines solchen Modells liegen vor allem in der Notwendigkeit, unvorstellbar große Informationsmengen zu verarbeiten, die zudem ständig wechseln, da das System hochdynamisch ist. Das Hauptproblem besteht jedoch nicht in der Komplexität der systemischen Berechnung an sich, sondern in der Ausrichtung des Systems – seiner funktionalen und strukturellen Vorgabe, da jedes System als Menge miteinander verbundener Elemente niemals einen Zustand absoluter Geschlossenheit erreicht, in dem jedes Element als Ausgangspunkt dienen könnte, wie eine geschlossene Kurve ohne Anfang. Das System ist durch die Ungleichordnung der Anfangs-, Zwischen- und Endelemente gekennzeichnet. Unabhängig von der Komplexität bildet es trotz aller strukturellen Verflechtungen und Überschneidungen stets eine offene Kette mit zahlreichen Verzweigungen. Es besteht immer ein Mangel an Indikatoren eines Elements, weshalb die Entwicklung des Systems als ständige Pulsation, als Bewegung von Defizitwellen von einem Element zum anderen mit periodischer Rückkehr nach Durchlaufen aller Interdependenzen verstanden werden kann.

Die Kopplung der Elemente, die für die materiell-technische Ganzheit charakteristisch ist, folgt denselben Gesetzen wie die Kopplung (Verknüpfung) in lebenden Systemen. So wie ein Paläoanthropologe anhand eines Kieferfragments den gesamten Körper eines fossilen Menschen rekonstruieren kann, rekonstruiert der Archäologe anhand einzelner Gegenstände die materielle Kultur vergangener Epochen. Während sich anhand eines Tierzahns Rückschlüsse auf Nahrung und teilweise auf Lebensweise ziehen lassen, ist es wesentlich schwieriger zu bestimmen, wer das Tier gegessen hat und wie dies wiederum sein Verhalten beeinflusste. Solche asymmetrischen Wechselwirkungen der Systemelemente müssen auch bei der Betrachtung der materiell-technischen Entwicklung berücksichtigt werden.

Ein technischer Komplex strebt nach vollständiger Vollendung, einem Zustand, in dem er die gesamte konkret-historische Bandbreite der mit Technik verbundenen Bedürfnisse befriedigen könnte. Die Technik besitzt eine relativ autonome Richtung funktionaler Entwicklung, nach der sie natürliche Bindungen überwinden und sich aus den Fesseln naturbedingt gegebener Systemik lösen muss. Die Systemik der Technik selbst strebt ebenfalls nach vollständiger Vollendung, einem stabilen Gleichgewicht ihrer Elemente, das der Entstehung neuer sozialer Funktionen der Technik und der Entwicklung ihrer komplexen Ganzheit entgegenwirkt.

Die Einführung eines neuen Elements in das technische System erfordert eine entsprechende Umstrukturierung, proportional zum Umfang der Verbindungen dieses Elements. So ist es eine Sache, die Zusammensetzung des Kraftstoffs für Autos zu ändern, eine andere, sie auf Elektrobetrieb umzustellen. Selbst bei Vorhandensein einer leistungsfähigen Elektromaschine wäre eine solche Umstellung ohne radikale Umstrukturierung der gesamten Wirtschaft nicht möglich. Die Konservativität der systemischen Ganzheit verewigt in gewissem Maße Standards und hebt manche technische Parameter beinahe auf das Niveau konstanter Naturwerte (historisch gewachsene Spurweite der Eisenbahn, Kaliber von Waffen und viele weitere Typenmaße).

Jeder Technologiebereich stützt sich auf das Gesamtsystem und kann in seiner Entwicklung nicht aus den Proportionen der systemischen Ganzheit „herausspringen“. So erlaubte beispielsweise die geplante Förderbandgeschwindigkeit des „VAZ“-Werkes die Fertigung eines Autos alle 22 Sekunden. Diese Geschwindigkeit war durch das Entwicklungstempo des gesamten technischen Systems bestimmt und hätte daher nicht einmal um eine Sekunde erhöht werden können, ohne dass das Auto Mängel aufgewiesen hätte. Mit anderen Worten: In der Systemik eines einzelnen Produkts spiegelt sich die materiell-technische Ganzheit der gesamten Wirtschaft wider, deren „Geschwindigkeit“ die Bewegungsgeschwindigkeit des konkreten Montagebandes bestimmt. Die gesamte Wirtschaft lässt sich jedoch nicht per Knopfdruck auf ein anderes Tempo umstellen.

Gleichzeitig ist der Charakter der Beziehung einzelner Technologiebereiche zum allgemeinen Entwicklungsniveau nicht in allen Branchen gleich. Einige spiegeln den Zustand des gesamten technischen Systems wider, indem sie dessen Errungenschaften konzentrieren und gewissermaßen die Leistungsgrenzen demonstrieren (z. B. Raumfahrttechnik). Andere Branchen bilden das Rückgrat des Systems, wie der Maschinenbau, die chemische und petrochemische Industrie oder die Elektroenergie.

Die Trägheit der Ganzheit als Entwicklungsfaktor lässt sich nicht eindeutig bewerten. Sie sichert zwar die Stabilität des Objekts, kann aber gleichzeitig als Quelle der Entwicklung dienen und gleichzeitig eine hemmende Wirkung ausüben. Die systemische Ganzheit der Technik, die auf der materiell-sachlichen Kopplung ihrer Elemente beruht, ist in gewissem Maße konservativ; sie reagiert sensibel auf geringfügige Änderungen von Elementen und Strukturen und widersteht diesen. So verfestigen sich mit der Ausweitung und Komplexität des materiell-technischen Bereichs einige Parameter zunehmend und streben die Stabilität von Naturkonstanten an (z. B. Waffenkaliber oder die historisch gewachsene Spurweite von Eisenbahnen in verschiedenen Ländern, deren Vereinheitlichung bislang praktisch unmöglich ist; beim Überschreiten von Grenzen müssen nach wie vor die Wagenachsen angepasst werden. Dies stellt Eisenbahner ehemaliger Sowjetrepubliken, die an ferne Nachbarländer grenzen, vor schwierige technisch-ökonomische und politisch belastete Entscheidungen über die nationale Spurweite).

Die Anzahl solcher Parameter wächst exponentiell, und ihr Einfluss auf das gesamte technische System wird tiefer und verzweigter. Dennoch erreicht die systemische Ganzheit der Technik niemals Vollendung; sie erfordert ständig die Einbeziehung neuer Elemente und eine Umstrukturierung der Strukturen. Daraus ergibt sich, dass die Rolle der materiell-sachlichen Kopplung im technischen Fortschritt ambivalent und widersprüchlich ist. Änderungen einzelner Elemente werden durch die Trägheit der bestehenden Systemstruktur gebremst, was die Entwicklungsraten verlangsamt. Selbst bei einer gelungenen Entwicklung eines automobilen Elektromotors, der alle Anforderungen moderner Fahrzeuge erfüllt (Geschwindigkeit, Leistung, Reichweite usw.), könnte dieser nicht in der erforderlichen Zeit und mit dem notwendigen Aufwand eingeführt werden, da die „Stoßwelle“ durch strukturelle Veränderungen in einem Bereich die gesamte Wirtschaft beeinflussen würde.

In der Gegenwart ergeben sich pragmatischere Beispiele technischer Ganzheit. Angenommen, hypothetisch bildet sich ein Lobbyverband, der ein Gesetz zur Einführung des Linksverkehrs in Russland durchsetzt, um die Nutzung von Fahrzeugen mit rechtsseitigem Steuer zu ermöglichen. Ärzte und Psychologen würden argumentieren, dass Rechtshänder beim Überqueren einer Straße besser zurechtkommen, wenn sie zuerst nach rechts schauen, und dass das periphere Sehfeld des Fahrers auf der rechten Seite besser entwickelt ist; Verkehrspolizisten, die linkshändig orientiert sind, würden eingebunden usw. Da die Mehrheit Rechtshänder ist, wäre ein Referendum unnötig. Doch welche Kosten würde diese Umstellung für die Gesellschaft verursachen? Eine weniger schmerzhafte Lösung wurde bislang gefunden: Fahrzeuge umzurüsten.

Ein anschauliches Beispiel für Systemik bietet die Energiebranche. Selbst wenn man berechtigt auf die Beherrschung der Kernfusion hofft, darf man nicht vergessen, dass der Bau der eigentlichen Anlage zur Energieerzeugung nur eine Annäherung an die Lösung des Energieproblems in einer bestimmten konkret-historischen Form darstellt, aber noch keine endgültige Lösung ist. Die Nutzung der Kernfusion wird eher zu einem technischen Umbruch führen als zu einem bloßen „zweiten Atem“ der bestehenden Technologie. Andernfalls vergrößert sich das Energiereservoir, aber der Flaschenhals bleibt unverändert.

Die substratbezogene Kontinuität und Nachfolge der technischen Entwicklung, bedingt durch die systemische Ganzheit, objektiviert den technischen Fortschritt und verhindert, dass die Gesellschaft einzelne Produktionsmethoden überspringt. Einzelne Entdeckungen, wie bedeutend sie auch sein mögen, können die Technik nicht revolutionieren, wenn sie sich nicht in das Gewebe ihrer systemischen Ganzheit einfügen. Die Geschichte der Technik kennt zahlreiche Fälle, in denen wissenschaftliche Entdeckungen und technische Erfindungen nicht praktisch genutzt werden konnten, nicht weil Zeitgenossen sie nicht verstanden hätten, sondern wegen fehlender notwendiger Basis – also nicht allein aufgrund sozialen Konservatismus. Zugleich werden Entdeckungen und Erfindungen zunehmend mit dem bereits bestehenden technischen System abgestimmt. Die experimentelle und produktive Basis erlaubt keinen Sprung über die objektive Perspektive hinaus, die von der systemischen Ganzheit der bestehenden Technik extrapoliert wird. Forschungs- und Entwicklungsprozesse wurden zu großen Verbrauchern der teuersten und fortschrittlichsten Mittel, sodass die Arbeit eines Einzelwissenschaftlers praktisch unmöglich wird. Je größer und verzweigter das technische System, desto schwieriger ist es für einzelne Entdeckungen und Erfindungen, seine Entwicklung zu beschleunigen. Gleichzeitig gilt: Je radikaler die Veränderung eines Elements, desto tiefer und breiter wirken die Änderungen auf das gesamte System, was letztlich effizienter ist, da viele Elemente, deren Funktionen lediglich der Aufrechterhaltung der Ganzheit des evolvierenden Systems dienten, entfallen – eine Befreiung vom angesammelten Ballast der Ganzheit.

Die materiell-technische Entwicklung ist durch eine bestimmte zeitliche Koordinate gekennzeichnet – das Intervall, in dem das gesamte technische System durch einzelne Entdeckungen und Erfindungen vorausgreift, sowie durch die Tiefe der Modellierung seiner zukünftigen Zustände. Die Aufgabe der wissenschaftlich-technischen Politik besteht in erster Linie darin, entsprechende Durchbrüche zu sichern und Prioritäten für die materiell-technische Entwicklung festzulegen. Das Fehlen wissenschaftlicher und technischer Grundlagen für die Zukunft führt unweigerlich zu Stagnation. Dies war in der russischen Wissenschaft real der Fall, als die Entwicklung der Grundlagenforschung ähnlich behandelt wurde wie die Entwicklung der industriellen Anlagen – sie wurde einfach „verbraucht“, und nun erntet die Gesellschaft die Folgen scheinbarer Einsparungen und einer übertriebenen Orientierung auf konkrete praktische Ergebnisse aller Forschungsarbeiten, unabhängig von deren Fundamentalität.

Der Vorsprung in der materiell-technischen Entwicklung umfasst auch spezielle Prognosestudien, die es ermöglichen, die Entwicklung der Ganzheitlichkeit zu berechnen. Grundlage hierfür ist ihre Extrapolation unter Berücksichtigung möglicher qualitativer Veränderungen. Muster zukünftiger Technik müssen nicht nur auf dem Papier existieren, sondern auch real im technischen System funktionieren. Erst dann lässt sich ihre Qualität und der notwendige Anpassungsgrad im System bestimmen – dies ist eine Stufe des Vorsprungs. Die entferntesten Visionen können naturgemäß nur funktional formuliert werden und erscheinen lediglich als Ideen, abgeleitet aus den Tendenzen des realen technischen Fortschritts.

Jede Stufe des wissenschaftlich-technischen Fortschritts besitzt ein maximal mögliches Maß an Vorsprung, das sich in Entdeckungen, Erfindungen und Implementierungen widerspiegelt. Entdeckungen werden vom gesamten weltweiten wissenschaftlich-technischen Potenzial bestimmt, weshalb Forscher oft wesentlich schneller als der nationale Fortschritt ihrer eigenen Länder voranschreiten können. Erfindungen richten sich stärker nach dem nationalen Potenzial. Schließlich ist die Implementierung der Prozess der Integration neuer Technik und Technologie in die bestehende Ganzheit und kann den materiell-technischen Fortschritt nur soweit überholen, wie das System bereit ist, den nächsten Entwicklungsschritt zu vollziehen. Somit muss in einem normal entwickelten System jedes neue Produkt rechtzeitig erfunden und implementiert werden. Verzögerungen, sprich technische Revolutionen, beschleunigen die gesamte technische Systementwicklung; ebenso führt ein Rückstand selbst in einzelnen Bereichen zu einer Verzögerung, die länger ist als das konkrete Versäumnis.

Im materiell-technischen Fortschritt zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Tiefe des Vorsprungs durch zentrale Elemente des Systems und dem Abstand der führenden Länder zur Masse hinsichtlich technischer Indikatoren der Zivilisation. Je ferner die technische Zukunft an die gegenwärtigen Konturen der Entwicklung anschließt, desto größer ist der Abstand und desto geringer die Chancen der Nachzügler, ihn zu überwinden.

Auf Grundlage der heutigen Zyklen der Erneuerung materiell-technischer Mittel lassen sich Technik und ihre Entwicklung über Jahrzehnte hinweg recht genau beschreiben und frühere Futuristenprognosen überprüfen, da die Technik bereits jetzt nicht nur in Zeichnungen und Prototypen, sondern in den real existierenden Mitteln der modernen materiell-technischen Systeme verkörpert ist. Daraus lassen sich die Entwicklungsrückstände in den Bereichen berechnen, in denen Russland unter dem Weltstandard liegt. Um dies zu verhindern, sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  1. Erhöhung des fundamentalen Forschungsfundaments in allen Bereichen, insbesondere in prioritären Richtungen.
  2. Sprunghafte Nutzung der Vorteile der internationalen Arbeitsteilung, besonders im Bereich des wissenschaftlich-technischen Fortschritts.
  3. Aktivierung staatlicher Steuerung der Entwicklung materiell-technischer Systeme im Hinblick auf ihre Empfänglichkeit für die Implementierung neuer Elemente.

Wenn Russland jetzt bei zukünftigen Technologiemustern zurückbleibt, wird es beim Eintreffen dieser Technologien noch weiter zurückfallen. Umgekehrt kann Russland durch Durchbrüche in prioritären Bereichen die führenden materiell-technischen Positionen einnehmen. Das bloße Nachbauen oder Kaufen existierender Technologien mag auf Ebene einzelner Produktionen wirtschaftlich sinnvoll sein, beseitigt jedoch nicht den wissenschaftlich-technischen Rückstand. Die Erreichung der Spitzenposition im wissenschaftlich-technischen Fortschritt bedeutet die Beherrschung der materiell-technischen Ganzheit, die Identifikation ihrer Schlüsselkomponenten und die Möglichkeit, die Entwicklung des gesamten Systems entscheidend zu beeinflussen. Dabei ist die Wahl der Prioritäten und die strategische Konzeption des Fortschritts von entscheidender Bedeutung.

In einem einzelnen Mechanismus richtet sich die Auswahl von Knoten und Komponenten nach den Ausgangsparametern, die das Qualitätsniveau bestimmen. Ein Absenken dieses Niveaus reduziert die funktionalen Möglichkeiten des gesamten Mechanismus; eine Erhöhung steigert lediglich die Kosten, nicht aber die Funktionen. Elemente größerer Systeme besitzen eine breitere funktionale Orientierung und damit mehr Eigenständigkeit. Mit zunehmender Systemgröße steigt auch die Allgemeingültigkeit der Parameter, die sich zu einer übergeordneten Funktion verbinden. Damit verstärkt sich der Einfluss der Ganzheit proportional zum Wachstum des materiell-technischen Systems. Bei unzureichender Systemik kann man z. B. beim Stahlguss führend sein, jedoch im Maschinenbau zurückfallen, selbst wenn die Gesamtmasse der hergestellten Maschinen größer ist, nicht jedoch deren Anzahl.

Die Indikatoren der technischen Entwicklung, die sich aus der Ganzheit der materiell-technischen Sphäre ergeben, stimmen nicht zwangsläufig mit denen einzelner technischer Mittel außerhalb dieser Ganzheit überein. Die ungleichmäßige Verteilung der Qualität nivelliert dabei einzelne Systeme, ähnlich wie miteinander gekoppelte Komponenten eines Mechanismus. Die materiell-technische Systemik basiert auf funktionaler Ausgewogenheit und technologischer Kopplung; das schwächste Element definiert bildhaft den realen Entwicklungsstand des Systems – nach A. A. Bogdanov das „Gesetz des Geringsten“.

Angesichts der vielen Stufen der Systemik materiell-technischer Entwicklung ist verständlich, dass das tatsächliche Niveau deutlich hinter dem geplanten zurückbleiben kann, und zwar nur in Richtung Abnahme, da es kein Gesetz des Größten oder Mittleren gibt, sondern nur das Gesetz des Geringsten. Ein wichtiger Schwerpunkt der Organisation materiell-technischer Ganzheit ist daher deren Optimierung. Dies ist heute lebensnotwendig, da Umfang und qualitative Vielfalt der modernen Produktion die unmittelbare Berechenbarkeit der Ganzheit über praktisches Erfahrungswissen und Intuition weit übersteigen. Beispielsweise: Welche Grenzen haben Einzelkapazitäten in der Energieversorgung aus wirtschaftlicher, ökologischer und geopolitischer Sicht? Soll man neue Wege des Energieferntransports von Kernkraftwerken und in Zukunft von Fusionskraftwerken suchen oder lokale Lösungen in erneuerbarer Energie entwickeln? Ein großer Hafen oder mehrere kleine für ein erweitertes „Fenster nach Europa“ in der Umgebung von Sankt Petersburg nach dem Zerfall der Sowjetunion? Solche Fragen sind innerhalb eines konkreten historischen Zeitraums relativ und alternativen Charakter haben. Je länger der Betrachtungszeitraum, desto stärker können die positiven und negativen Folgen materiell-technischer Aktivitäten variieren.

Auf einem bestimmten Niveau wird die Ganzheit unkontrollierbar, was sich insbesondere in der wachsenden Diskrepanz zwischen zunehmenden Produktionsinvestitionen und abnehmenden Endergebnissen äußert. Ein solches wirtschaftliches Paradoxon ergibt sich aus der Dynamik der Ganzheit, zumindest in abstrakten Modellen. Gleichzeitig existieren heute technische Mittel, die eine Berechnung der optimalen Zustände materiell-technischer Ganzheit ermöglichen und ressourcenschonende Produktion sichern, deren ökonomischer Nutzen zunächst nur in der Phase der Ordnung der Ganzheit realisiert werden kann. Im weiteren Sinne geht es jedoch um die allgemeine Steigerung des Wirkungsgrades in der materiell-technischen Entwicklung. Bedeutende Reserven bestehen in der Einführung kontinuierlicher technologischer Prozesse. Zwar ist es derzeit unmöglich, Metall so zu verarbeiten, dass es beim ersten Durchlauf ohne Abkühlung oder erneutes Erhitzen direkt als fertiges Rohr nahtlos in die Form gegossen wird. Dennoch existiert objektiv eine Tendenz zu stärkerer technologischer Abstimmung der Produktionsprozesse, deren Voraussetzung die Automatisierung ist. D. I. Mendelejew bemerkte dazu: „Die kontinuierliche Gleichmäßigkeit der Fabrikarbeit ist ihr wesentliches Merkmal... Das technisch-wirtschaftlich vorteilhafteste Unternehmen ist dasjenige, in dem diese Gleichmäßigkeit streng eingehalten wird. Sie ist das Ideal, das Ziel der Technik.“

Kontinuität technologischer Prozesse ist nicht gleichbedeutend mit Kontinuität des Produktionsprozesses. Erstere beschreibt die Substratverbindungen der Tätigkeit, letzterer die funktionalen Abläufe. Zur Steigerung der Effizienz von Technik spielen Vereinheitlichung, Standardisierung, Spezialisierung und Produktionskonzentration auf nationaler und internationaler Ebene eine entscheidende Rolle. Bedeutende Fortschritte wurden bei der Organisation kombinierter Transportketten – See-, Schienen- und Straßenverkehr – erzielt.

Materiell-technische, physische und moralische Entwicklung erfolgt jedoch nicht in absoluten Sprüngen von alten zu neuen Systemen. Wie jede Entwicklung vereint sie Stabilität und Wandel in einem Verhältnis, das von den konkret-historischen Bedingungen bestimmt wird. Das Spannungsverhältnis zwischen materiell-technischer Funktionalität und Entwicklung wird durch materiell-technische Rekonstruktion gelöst, bei der neue Elemente „im Fluss“ eingefügt werden, also bei fortlaufender und zunehmender Funktionsgeschwindigkeit. In der Wirtschaft spricht man hierbei von der Einheit von extensiver und intensiver Produktionsentwicklung, deren Ausprägung von den sozialen Grundlagen des Wirtschaftssystems abhängt. Der Übergang zu neuen ökonomischen Verhältnissen in Russland bedeutet, dass die Rekonstruktion materiell-technischer Systeme durch neue Methoden auf Basis dieser Verhältnisse gesteuert wird. Dennoch bleibt die Rekonstruktion Aufgabe, deren Aufschub lediglich zu deren Komplexität führt, wie ein Zahlungsaufschub Zinsen anwachsen lässt oder eine unbehandelte Krankheit chronisch wird.

Die Gesetze materiell-technischer Ganzheit wirken nicht einheitlich in Systemen unterschiedlicher Größenordnungen. Für einzelne Mechanismen mag ein abstraktes Modell simultanen physischen und moralischen Verschleiß zulassen; für das gesamte technische System ist ein solches Pulsationsmodell von Zerstörung und Neubildung jedoch unsinnig. Materiell-technische Entwicklung beinhaltet stets Rekonstruktion mit einem ausgewogenen Verhältnis von Evolution und Revolution. Anders als ein einzelner Mechanismus kann das gesamte System nicht angehalten oder zur Generalüberholung abgeschaltet werden; es wird kontinuierlich rekonstruiert.

Das System besitzt stets schwache Elemente, die verbessert oder ersetzt werden müssen. Ein vollständiges Erneuern stellt einen realen, aber nicht eindeutig chronometrierbaren Zyklus dar, da die Zyklen physischen und moralischen Erneuerungs nicht übereinstimmen. Man kann diese Zyklen als Funktions- und Entwicklungsaktualisierung bezeichnen. Idealerweise fallen sie zusammen, wobei die Funktionsaktualisierung der Entwicklungsaktualisierung untergeordnet ist und lediglich deren Verkörperung darstellt, da Elemente nicht als Ersatzteile, sondern als verbesserte Produkte ersetzt werden. Physischer und moralischer Verschleiß sollten im Lebenszyklus übereinstimmen.

Vollständige Erneuerung ist jedoch relativ, da eine absolute Erneuerung physisch und moralisch nie stattfinden wird. Physisch nicht, weil universale Elemente der Natur, ohne die technische Prozesse unmöglich wären, Bestandteil des Systems sind – primär die Erde, die sich nicht von der Technik trennen lässt. Übernatürliche Kräfte werden bei der Betrachtung der materiell-technischen Entwicklung nicht berücksichtigt.

Heute beobachten wir nicht den Austausch technischer Prinzipien, sondern ihre Akkumulation. Das Prometheische Feuer, einmal entfacht, wird so lange brennen, wie die Menschheit existiert; lediglich Brennstoffarten und Prozessformen verändern sich – vom Urfeuer bis zur modernen Hochtemperatur-Plasma-Technologie – während der Kern des Prozesses unverändert bleibt. Gleiches gilt für das Rad: einmal in Bewegung gesetzt, wird es fortbestehen und von einer technischen Konstruktion zur nächsten übergehen. Offensichtlich beginnt die moderne technologische Zivilisation mit der Verbindung von Feuer und Rad, auf der jegliche weitere materiell-technische Entwicklung basiert. Absolute Verallgemeinerungen sind jedoch hier völlig unzulässig.

Die Einführung neuer funktionaler Elemente stört die Struktur des Systems nicht. Bei ausreichender substrater Kompatibilität mit anderen Elementen bleibt das System intakt. Diese Kompatibilität variiert zwischen Systemen; Lebewesen benötigen sehr hohe Kompatibilität, was Transplantationen und Prothetik erschwert. Technische Systeme sind nicht lebendig, aber der Grundsatz bleibt: Ein „grobes“ Element zerstört ein „feines“ System oder umgekehrt. Technische Inkompatibilität zeigt sich in der Praxis beim unkontrollierten Import neuester Technik ohne Berücksichtigung der Systemintegrität. Die Qualität eines Produkts bemisst sich daher an seiner Einpassung in die Gesamtheit des Prozesses – in der Produktion etwa an der Passung der Komponenten zum Endprodukt, im Alltag an der Integration in den Konsumkomplex.

Die Einführung neuer Entwicklungselemente verändert die Systemstruktur und andere Elemente. Auch hier existiert eine Maßgabe der Kompatibilität; bei Nichtbeachtung wird das neue Element vom System abgelehnt, ähnlich wie ein Organismus unerwünschte Strukturen abstößt. Das System wird durch seine Funktionen definiert: Elemente und Strukturen des Produktionssystems entsprechen den hergestellten Systemen. So erfordert die Produktion von Teekesseln in einem großen Maschinenbauunternehmen nur eine Teilbelastung der Produktionskapazitäten, ohne die Forschungs- und Entwicklungsbasis wesentlich zu beanspruchen. Umgekehrt ist die Herstellung komplexer technischer Geräte in handwerklich geprägten Betrieben unmöglich. Funktionale Umorientierung und Produktionsumprofilierung unterliegen somit sowohl der materiell-technischen Systemik als auch ökonomischen Zweckmäßigkeit.

Während der Reformen hat sich diese theoretische Frage zu einer praktischen Aufgabe entwickelt, insbesondere durch Konversion: der symbolische Slogan „Schwerter zu Pflugscharen“ wird fast wörtlich umgesetzt. Moderne Konversion ist nicht nur die Nachrüstung der Wirtschaft nach Kriegsende, sondern die organische Verbindung militärischer und ziviler Entwicklung auf Basis des wissenschaftlich-technischen Fortschritts.

Die Ursache für die beschleunigten Raten militärisch-technischer Entwicklung ist objektiver Natur: Sie resultieren aus dem Wettbewerb und dem Wettstreit der Staaten um ihre Stellung in der Weltgemeinschaft. Hier zeigt sich am deutlichsten die Rolle sozialer Differenzierung als treibende Kraft materiell-technischer Entwicklung. Die militärische Produktion hat die allgemeine Ausrichtung des modernen wissenschaftlich-technischen Fortschritts bestimmt, und militärische Technik fungiert als Leitmodell für die gesamte Technik.

Wir erheben nicht den Anspruch, eine endgültige Antwort auf die Frage zu geben, wie das Verhältnis von allgemeiner und militärischer materiell-technischer Entwicklung aussieht oder wie die allgemeine Entwicklung ohne militärische Einflüsse verlaufen wäre – dies ist Gegenstand eigener Untersuchungen. Wichtig ist hier lediglich die Tatsache der Asymmetrie in der Wechselwirkung zwischen militärischen und zivilen Bereichen, bei der einerseits überwiegend materielle Ressourcen und andererseits neue wissenschaftlich-technische Ideen und Technologien fließen. Der Rückfluss aus dem militärisch-technischen Bereich wird nicht von Humanismus oder Pazifismus diktiert, sondern vom Militärisch-industriellen Komplex zur Stärkung seiner materiellen Basis. Die zentrale Frage betrifft den tatsächlichen Inhalt und die Bedeutung dieser Rückkopplung, ganz zu schweigen von der gegenseitigen Vorteilhaftigkeit des beschriebenen Gegenstroms.

Bemerkenswert ist, dass Russland vor der schmerzhaften Aufgabe der Konversion in Friedenszeiten steht. Dabei geht es nicht primär um die Reduzierung der militärischen Produktion, sondern um die spezifische Struktur des russischen Militärisch-industriellen Komplexes. Das Wettrüsten, als Schatten, der den Sozialismus während seiner gesamten Existenz begleitete, stellte eine enorme Belastung für die Wirtschaft dar, besonders wenn die Angleichung des allgemeinen materiell-technischen Niveaus des Landes an die militärische Technik erreicht werden sollte. Die „Verteidigungsindustrie“ passte nicht in das allgemeine materiell-technische System wie die Nutzung moderner Computer in einem alten Fernsehatelier. Um modernste Waffen produzieren zu können, musste eine parallele volkswirtschaftliche Struktur geschaffen werden: militärische Produktion in Reinform auf Basis eines autonom funktionierenden materiell-technischen Systems mit eigener Infrastruktur. Die Verbindung mit der Volkswirtschaft war im Wesentlichen einseitig, sodass schwer zu sagen ist, ob der Militärisch-industrielle Komplex die Volkswirtschaft prägte oder umgekehrt; seine Ausbreitung wirkte wie ein Krebs und zerstörte zunehmend die systemische Ganzheit der Technik.

Die Konversion wurde durch die Realität bestimmt: Es gibt keine einheitlichen Streitkräfte des weltsozialistischen Systems mehr, keine einheitliche Verteidigungsindustrie und vor allem keinen globalen Gegensatz zweier Weltordnungen, der ständige Kriegsbereitschaft erzwang. Dennoch ist die Frage der praktischen Umsetzung unvollständig geklärt, da der Begriff der Konversion nicht konkret-technisch und ökonomisch definiert ist. Die bloße Einstellung der Finanzierung von Rüstungsbetrieben stellt keine Konversion dar, sondern lediglich eine Stilllegung. Die Produktion von hochwertigen Videorecordern oder elektronischen Küchen ändert daran nichts. Intellektuelle Anstrengung ist für die Entscheidung über die Fertigung eines seltenen Haushaltsgeräts auf einem Hochtechnologie-Rüstungsbetrieb kaum erforderlich, führt aber langfristig zu keinem substantiellen Nutzen.

Ein paradoxes, jedoch marktwirtschaftlich denkbares Szenario besteht darin, auf Rüstungsbetrieben extrem komplexe Technologien zu entwickeln, diese nach Westen zu verkaufen und einfachere Technologien zurückzukaufen. Ein einheitliches, detailliertes Konversionsszenario kann objektiv nicht existieren, wohl aber ein übergeordneter Grundsatz: die Beseitigung parasitärer Strukturen der „Verteidigungsindustrie“ und ihre Eingliederung in die allgemeine materiell-technische Systemik, sodass Produktion von Friedens- und Militärgütern auf gleicher technologischer Höhe erfolgt und die Produktvielfalt das Wachstum dynamisch beschleunigt.

Die tatsächliche Lage der Konversion zeigt jedoch, dass nicht eine organische Eingliederung der Verteidigungsindustrie, sondern die Anpassung des gesamten Systems an die militärische Produktion erforderlich ist. Aussagen, die die Konversion als „in der Anfangsphase“ beschreiben, greifen zu kurz: Tatsächlich befindet sich lediglich die Diskussion über Konversion in der Anfangsphase. Hinzu kommt der Faktor der Entwicklung einer neuen Militärdoktrin, die grundsätzliche Reform der Streitkräfte und das qualitative Umrüsten der Armee. So entsteht ein Hybrid aus Konversion und Rekonstruktion.

In der technischen Entwicklung zeigt sich die relative Autonomie komplexer und systemischer Ganzheitsformen durch unterschiedliche Richtungen technischer Kreativität: Eine zielt auf die Erweiterung der komplexen Ganzheit (Schaffung neuer Branchen wie Telefon, Radio, Fernsehen, Luftfahrt, Raumfahrt, Informatik), die andere auf die Überwindung systemischer Beschränkungen (z. B. Elektro- und Wärmedämmung in der Energieversorgung). Das Spannungsverhältnis zwischen komplexer und systemischer Ganzheit hat seine Wurzeln im Zusammenspiel von Gesellschaft und Natur. Die Entstehung komplexer Ganzheit der natürlichen Umwelt führt zu Brüchen in natürlichen Verbindungen und zerstört systemische Ganzheit, wodurch sekundäre Tätigkeitsfelder entstehen (z. B. Umweltschutz).

Die reale Entwicklung der Technik ist die Resultierende des substraten und funktionalen Fortschritts. Entsprechend untrennbar ist die Anwendung systemischer und komplexer Ansätze, deren Einheit die optimale Balance von Ziel und Mittel im technischen Fortschritt gewährleistet. Hilfsproduktion wird im Laufe der Zeit nicht mehr als „zwangsläufig“ betrachtet, sondern befriedigt unmittelbare Bedürfnisse und bereichert die Funktionalität der Technik. Trotz der Verschmelzung von Aktivitäten zur Entwicklung komplexer und systemischer Ganzheit bleibt die Erweiterung primärer Bedürfnisse die Haupttriebkraft der Technikentwicklung, die niemals vollständig objektiviert und auf die Aufrechterhaltung der Systemganzheit beschränkt wird.

Die Einheit von komplexer und systemischer Ganzheit sowie die Relativität ihrer Gegensätze zeigen sich darin, dass die Überwindung der Systematik nicht nur Zwischenbedürfnisse stimuliert, sondern auch prinzipiell neue Möglichkeiten schafft und neue primäre Bedürfnisse generiert. Die Kontinuität der substraten Entwicklung, bedingt durch die Systemganzheit, bringt eine Unterbrechung in die Evolution der komplexen Ganzheit. Umgekehrt führt die Kontinuität der sozialen Funktionen, bedingt durch die komplexe Ganzheit, zu einem diskontinuierlichen Fortschritt der Systemganzheit und schafft neue Systemverhältnisse.

Abhängig vom Verhältnis von komplexer und systemischer Ganzheit nach ihrem Anteil ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten der Planung und Prognose technischer Entwicklung. Systemische Ganzheit orientiert hauptsächlich an evolutionärer Entwicklung und bietet größeren Spielraum für Planungen und Prognosen, während komplexe Ganzheit qualitative, revolutionäre Veränderungen in der Technik bedingt, da sie mit neuen Bedürfnissen verbunden ist und in dieser Hinsicht eingeschränkter ist. Dabei ist die objektive Widersprüchlichkeit des technischen Fortschritts zu berücksichtigen, die die Verbindung von komplexer und systemischer Ganzheit mit revolutionären und evolutionären Phasen sowie primären und sekundären Bedürfnissen relativiert.

Die Widersprüchlichkeit des Verhältnisses von komplexer und systemischer Ganzheit der Technik spiegelt die objektive Widersprüchlichkeit des Prozesses der Umgestaltung der Naturgegenstände wider, bedingt die Entwicklung von Bedürfnissen und bildet damit die treibende Kraft des technischen Fortschritts. Ein solches Verhältnis von Komplexität und Systematik der Technik ist eine normale und notwendige Voraussetzung für ihre Entwicklung.

Das Spannungsverhältnis zwischen natürlichem und sozialem Inhalt der Technik konkretisiert sich in historisch bestimmten Formen der Erschließung der Natur und der Organisation des gesellschaftlichen Lebens und existiert außerhalb dieser Konkretisierung schlicht nicht. In der substraten Entwicklung der Technik erfolgt der Übergang von einem Typ ihrer Systematik zu einem anderen (z. B. von Systemen manueller Werkzeuge zu Maschinen und Automaten). Umgekehrt bestimmt die Entwicklung gesellschaftlicher Verhältnisse den Wechsel der Typen komplexer Ganzheit der Technik. Folglich verändert sich auch das Verhältnis der Widersprüchlichkeit zwischen komplexen und systemischen Formen der technischen Ganzheit.

Auf jeder Stufe des gesellschaftlichen Fortschritts steht der historisch bestimmten systemischen Ganzheit der Technik eine ebenso bestimmte Form der komplexen Ganzheit gegenüber. Neben der Widersprüchlichkeit in ihrer gegenseitigen Beziehung stehen diese Formen gleichzeitig in einem Verhältnis wechselseitiger Entsprechung, das der gleichen Entwicklungslogik folgt wie das Verhältnis von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen.

Die Widersprüchlichkeit des Verhältnisses von komplexen und systemischen Formen der Ganzheit moderner Technik nimmt zu. Hauptursache dafür ist, dass die systemische Ganzheit der Technik im Kapitalismus kontinuierlich durch die Zyklizität der wirtschaftlichen Entwicklung, die Unproportionalität der Branchen infolge von Wettbewerb und Konjunkturschwankungen deformiert wird. Darüber hinaus hat die Systematik der Technik nationale Grenzen überschritten und die einzelnen Länder hinter sich gelassen. Die Globalisierung besteht in der Internationalisierung eines einheitlichen Systems der Technik in Verbindung mit seiner transnationalen Monopolisierung. Als endgültiges Ergebnis dieser Ausweitung der Systematik der Technik verstärken sich unvermeidlich zwischenstaatliche Widersprüche und ökonomische Ungleichheit, wodurch einigen Ländern die Rolle von Hilfselementen im Gesamtprozess der materiell-technischen Entwicklung zukommt.

Eine unzureichende Nutzung des komplexen Ansatzes führt zu verschiedenen Formen der Streuung materiell-technischer Ressourcen (z. B. Doppelproduktion, gegenläufige Transporte), verzögert den mehrstufigen Prozess der Entwicklung und Einführung neuer Technik und Technologien, verringert die Effizienz ihrer Nutzung, schwächt die Schnittstellenbereiche der materiell-technischen Entwicklung (wie Straßen- und Automobilbau) bis hin zur ungleichen Festigkeit einzelner Bauteile, die in Betrieben verschiedener Ministerien hergestellt werden, und erzeugt viele weitere Formen der Inkohärenz zwischen komplexer und systemischer technischer Ganzheit.

Die Umgestaltung und Nutzung von Objekten und Prozessen der Natur in der Technik ist letztlich die Umgestaltung und Nutzung ihrer systemischen Ganzheitsformen. Umgekehrt drückt sich die Sozialität der Funktionsweise technischer Mittel in ihrer Komplexität aus. Folglich zeigt die Einheit dieser Formen der technischen Ganzheit am deutlichsten die Einheit von natürlichem und sozialem Aspekt in der Technik.





Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Sykalo Yevhen zusammengestellt und redigiert — Bildungsplattform-Manager mit über 12 Jahren Erfahrung in der Entwicklung methodischer Online-Projekte im Bereich Philosophie und Geisteswissenschaften.

Quellen und Methodik

Der Inhalt basiert auf akademischen Quellen in mehreren Sprachen — darunter ukrainische, russische und englische Universitätslehrbücher sowie wissenschaftliche Ausgaben zur Geschichte der Philosophie. Die Texte wurden aus den Originalquellen ins Deutsche übertragen und redaktionell bearbeitet. Alle Artikel werden vor der Veröffentlichung inhaltlich und didaktisch geprüft.

Zuletzt geändert: 20/09/2025