Westeuropäische Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts - Geschichte der Philosophie
Philosophie: Mensch, Welt, Gesellschaft - Sykalo Yevhen 2025 Inhalt

Geschichte der Philosophie

Westeuropäische Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Die westliche Philosophie der Neuzeit eröffnet die nächste Periode in der Entwicklung des philosophischen Denkens. Dieser Zeitabschnitt im Leben der Gesellschaft ist durch den Zerfall des Feudalismus, die Entstehung und Entwicklung des Kapitalismus gekennzeichnet, was mit dem Fortschritt in der Wirtschaft, der Technik und dem Anstieg der Arbeitsproduktivität verbunden ist. Es vollziehen sich wesentliche Umwälzungen im sozialen und politischen Bereich. Das Bewusstsein der Menschen und die Weltanschauung im Allgemeinen verändern sich. Das Leben bringt neue Genies hervor. Die Wissenschaft entwickelt sich stürmisch, vor allem die experimentell-mathematische Naturwissenschaft, deren Grundlagen Galileo Galilei legte. Dieser Zeitraum wird als die Epoche der wissenschaftlichen Revolution bezeichnet. Die Wissenschaft spielt eine immer bedeutendere Rolle im Leben der Gesellschaft. Dabei nimmt die Mechanik den vorherrschenden Platz in der Wissenschaft ein. Gerade in der Mechanik sahen die Denker den Schlüssel zu den Geheimnissen des gesamten Weltalls. Die Anwendung der mechanistischen Methode führte zu einem erstaunlichen Fortschritt in der Erkenntnis der physischen Welt. Die Vorstellung von der mechanischen Bedingtheit der Phänomene festigte sich besonders unter dem starken Einfluss der Entdeckungen von Isaac Newton (1643–1727), in dessen Ansichten die mechanische Kausalität eine tiefgreifende mathematische Begründung erhielt. Zugleich darf man in Bezug auf den weltanschaulichen Aspekt der Werke Newtons nicht außer Acht lassen, dass dieser größte Wissenschaftler seine wissenschaftliche Arbeit zweifellos in einem religiösen Aspekt betrachtete. Beide seiner Hauptwerke – die „Mathematischen Prinzipien der Naturphilosophie“ und die „Optik“ – haben religiöse Abschlüsse. In der letzten Schlussbemerkung der „Prinzipien“ schreibt Newton: „Die Erörterung Gottes auf der Grundlage der sich vollziehenden Phänomene gehört gewiss zum Gegenstand der Naturphilosophie.“

Ihre Entwicklung verdankt die Philosophie der Neuzeit teils dem vertieften Studium der Natur, teils der sich immer mehr verstärkenden Verbindung von Mathematik und Naturwissenschaft. Dank der Entwicklung dieser Wissenschaften dehnten sich die Prinzipien des wissenschaftlichen Denkens über die Grenzen einzelner Disziplinen und der Philosophie selbst hinaus aus.





Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Sykalo Yevhen zusammengestellt und redigiert — Bildungsplattform-Manager mit über 12 Jahren Erfahrung in der Entwicklung methodischer Online-Projekte im Bereich Philosophie und Geisteswissenschaften.

Quellen und Methodik

Der Inhalt basiert auf akademischen Quellen in mehreren Sprachen — darunter ukrainische, russische und englische Universitätslehrbücher sowie wissenschaftliche Ausgaben zur Geschichte der Philosophie. Die Texte wurden aus den Originalquellen ins Deutsche übertragen und redaktionell bearbeitet. Alle Artikel werden vor der Veröffentlichung inhaltlich und didaktisch geprüft.

Zuletzt geändert: 12/10/2025