Spätantike
Neuplatonismus
Der Neuplatonismus (Plotin, 205—270) strebt danach, diese religiöse Haltung auszudrücken. In dieser Lehre wird der Einzelne in eine gewaltige kosmologische Ordnung eingeordnet, wobei das Böse als Mangel des Seins, als Nicht-Sein verstanden wird, ähnlich wie der Körper (Materie) als das Nicht-Seiende und die Seele als das Seiende betrachtet wird. Das Ziel ist die Befreiung der Seele von ihrer sterblichen Hülle (dem Körper), damit die Seele in einer alles umfassenden Einheit (unio mystica) mit der Weltseele vereint wird.
Der Neuplatonismus ist eine Lehre über übernatürliche Kräfte, eine Doktrin, und nicht ein Lebensweg, obwohl einige ihn offenbar als konkrete religiöse Lehre über das Leben betrachteten.
Erstmals fand diese religiöse Leidenschaft eine zufriedenstellende Ausformulierung im Christentum mit seiner Idee eines lebendigen, personalisierten Gottes und des himmlischen Paradieses. Ab dem vierten Jahrhundert wurde das Christentum zur offiziellen Religion des Römischen Reiches. Die Antike trat in die Vergangenheit ein, und das christliche Mittelalter stand am Horizont.
Über den Autor
Dieser Artikel wurde von Sykalo Yevhen zusammengestellt und redigiert — Bildungsplattform-Manager mit über 12 Jahren Erfahrung in der Entwicklung methodischer Online-Projekte im Bereich Philosophie und Geisteswissenschaften.
Quellen und Methodik
Der Inhalt basiert auf akademischen Quellen in mehreren Sprachen — darunter ukrainische, russische und englische Universitätslehrbücher sowie wissenschaftliche Ausgaben zur Geschichte der Philosophie. Die Texte wurden aus den Originalquellen ins Deutsche übertragen und redaktionell bearbeitet. Alle Artikel werden vor der Veröffentlichung inhaltlich und didaktisch geprüft.
Zuletzt geändert: 12/01/2025