Pythagoras und seine Schule - Antike Philosophie - Geschichte der Philosophie
Philosophie: Mensch, Welt, Gesellschaft - Sykalo Yevhen 2025 Inhalt

Geschichte der Philosophie

Antike Philosophie

Pythagoras und seine Schule

Pythagoras (6. Jahrhundert v. Chr.), dessen Satz über das Verhältnis der Längen der Katheten zur Länge der Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks wir in der Schule lernen, beschäftigte sich ebenfalls mit dem Problem: „Woraus besteht alles?“, löste es jedoch anders als die Milesier. „Alles ist Zahl“ – das ist seine Ausgangsposition. Er, der die Philosophie als Erster mit diesem Namen bezeichnete, arbeitete nicht allein, sondern in einer von ihm organisierten Schule, der übrigens auch Frauen angehörten. In seiner Gemeinschaft (Schule) übte Pythagoras eine charismatische Autorität aus. Seine Anweisungen nannten die Pythagoreer „Worte des Gottes“, und von seiner Autorität zeugt der Ausdruck: „Er selbst hat es gesagt!“ Der Pythagoreische Bund bestand lange Jahre und entwickelte hartnäckig seine wissenschaftlich-philosophischen und moralischen Ideen. Gerade in den Zahlen sahen die Pythagoreer die Eigenschaften und Beziehungen, die den verschiedenen harmonischen Verbindungen des Seienden innewohnen. Die Pythagoreer sahen in der Zahl und den mathematischen Beziehungen die Erklärung für den verborgenen Sinn der Phänomene und der Naturgesetze. Sie untersuchten die Abhängigkeit der Klangcharakteristik von Musikinstrumenten von der Länge der Saiten; sie suchten nach einfachen Zahlenverhältnissen in der Geometrie und Astronomie. Pythagoras entwickelte erfolgreich verschiedene Arten mathematischer Beweise, was zur Entwicklung der Prinzipien eines präzisen rationalen Denktyps beitrug. Die Kultur dieses Denktyps entwickelt sich bis heute. Die Pythagoreer waren eine der Ersten, die die Bedeutung der Zahl nicht nur im konkret-wissenschaftlichen, sondern auch im philosophischen Denken fein erfassten. Es ist wichtig zu betonen, dass die Pythagoreer, obwohl sie die Zahlen verabsolutierten, beträchtliche Erfolge in ihrer Suche nach Harmonie erzielten, nach einer erstaunlich schönen quantitativen Übereinstimmung, die alles Seiende, vor allem die Phänomene des Kosmos, durchdringt.

Die Harmonie des Universums ist bedingt durch Maß und Zahl, durch mathematische Proportionalität.

Pythagoras lehrte, dass die Seele unsterblich sei. Ihm gehört die Idee der Seelenwanderung. Er meinte, dass alles, was in der Welt geschieht, sich nach bestimmten Zeitabschnitten immer wieder wiederholt und die Seelen der Verstorbenen nach einiger Zeit in andere einkehren und deren Körperlichkeit beleben.





Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Sykalo Yevhen zusammengestellt und redigiert — Bildungsplattform-Manager mit über 12 Jahren Erfahrung in der Entwicklung methodischer Online-Projekte im Bereich Philosophie und Geisteswissenschaften.

Quellen und Methodik

Der Inhalt basiert auf akademischen Quellen in mehreren Sprachen — darunter ukrainische, russische und englische Universitätslehrbücher sowie wissenschaftliche Ausgaben zur Geschichte der Philosophie. Die Texte wurden aus den Originalquellen ins Deutsche übertragen und redaktionell bearbeitet. Alle Artikel werden vor der Veröffentlichung inhaltlich und didaktisch geprüft.

Zuletzt geändert: 12/10/2025