Claude Lévi-Strauss - Westliche Philosophie des späten 19. und 20. Jahrhunderts - Geschichte der Philosophie
Philosophie: Mensch, Welt, Gesellschaft - Sykalo Yevhen 2025 Inhalt

Geschichte der Philosophie

Westliche Philosophie des späten 19. und 20. Jahrhunderts

Claude Lévi-Strauss

In den 1960er und 70er Jahren trat in der westlichen Philosophie eine Richtung namens Strukturalismus in den Vordergrund.

Der Begriff „Strukturalismus“ vereint eine Reihe von Richtungen der sozial-humanistischen Erkenntnis, die mit der Freilegung einer Struktur verbunden ist, die die Stabilität ihrer Elemente innerhalb eines Ganzen bewahrt. Die Suche nach Strukturen erfolgt in den verschiedensten Bereichen der Kultur – in der Sprache, der Literatur, in verschiedenen Arten von sozialen Institutionen, in der Ideengeschichte, in der Kunst, in den Phänomenen der Massenkultur, in der Mythologie und Ähnlichem. Diese Richtung fand die weiteste Verbreitung in Frankreich, weshalb, wenn die Rede auf den Strukturalismus kommt, in erster Linie der Strukturalismus in Frankreich gemeint ist. Genau genommen ist die Freilegung von Strukturen allen Wissensbereichen eigen, da die Wissenschaft, indem sie Zusammenhänge und Beziehungen aufdeckt, immer mit der einen oder anderen systemisch-strukturellen Bildung zu tun hat, aber im Strukturalismus ist dieses Verfahren zur Hauptmethode erhoben worden. Kurz gesagt, dem Strukturalismus, repräsentiert durch Claude Lévi-Strauss, Jacques Lacan und Michel Foucault, als philosophischer Strömung ist die Absolutierung der strukturellen Methode eigen. Das Bestreben, die universellen Strukturen der sozialen Realität und des menschlichen Denkens aufzudecken, wächst zu einer Suche nach metaphysischen Essenzen heran. Beginnend in den 1940er Jahren wurde die strukturelle Methode in der Sprachwissenschaft angewendet und dann in der Literaturwissenschaft, der Ethnografie, in Bezug auf das Denken sowohl in der Norm als auch in der Pathologie und Ähnlichem. Zum Beispiel widmete Lévi-Strauss, geboren 1908, ein französischer Ethnologe und Strukturalist sowie Schöpfer des Konzepts der Strukturalen Anthropologie, seine größte Aufmerksamkeit den Untersuchungen des mythologischen Denkens, wobei er die Existenz einer gemeinsamen Struktur in den Mythen verschiedener Stämme und Völker aufzeigen wollte. Seine Schlussfolgerung: Dieselben Mythen werden mit buchstäblicher Genauigkeit in verschiedenen Regionen der Welt reproduziert. Dabei sind seiner Ansicht nach sowohl das mythologische als auch das wissenschaftliche Denken derselben Logik unterworfen.

Abschließend ist festzuhalten, dass der Strukturalismus eine der Erscheinungsformen des Positivismus darstellt. Eine weitere Erscheinungsform des Positivismus ist der Kritische Rationalismus.





Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Sykalo Yevhen zusammengestellt und redigiert — Bildungsplattform-Manager mit über 12 Jahren Erfahrung in der Entwicklung methodischer Online-Projekte im Bereich Philosophie und Geisteswissenschaften.

Quellen und Methodik

Der Inhalt basiert auf akademischen Quellen in mehreren Sprachen — darunter ukrainische, russische und englische Universitätslehrbücher sowie wissenschaftliche Ausgaben zur Geschichte der Philosophie. Die Texte wurden aus den Originalquellen ins Deutsche übertragen und redaktionell bearbeitet. Alle Artikel werden vor der Veröffentlichung inhaltlich und didaktisch geprüft.

Zuletzt geändert: 12/10/2025