Zhuangzi: Mensch und Buch - Dritte Phase des Daoismus – Zhuangzi
Eine kurze Geschichte der chinesischen Philosophie - Sykalo Yevhen 2025 Inhalt

Dritte Phase des Daoismus – Zhuangzi

Zhuangzi: Mensch und Buch

Zhuang Zhou, besser bekannt als Zhuangzi (369–286 v. Chr.), gilt als einer der größten frühen Daoisten. Über sein Leben ist nur wenig bekannt. Er stammte aus dem kleinen Staat Meng an der Grenze der heutigen Provinzen Shandong und Henan, wo er ein zurückgezogenes Leben führte. Dennoch war er für seine Ideen und Schriften weithin bekannt.

Es heißt, der Herrscher Wei Wang von Chu, als er von ihm hörte, sandte Gesandte mit Geschenken und einer Einladung, das Amt des Premierministers in seinem Reich zu übernehmen. Zhuangzi jedoch lachte und sagte zu ihnen: „Geht fort, verunreinigt mich nicht... Ich ziehe es vor, meine Freiheit und meinen Willen zu genießen“ (Shiji, Kap. 63).

Obwohl Zhuangzi Zeitgenosse von Mencius und Freund von Hui Shi war, wurde der Text Zhuangzi in der heutigen Form offenbar von Guo Xiang, dem berühmten Kommentator des 3.–4. Jahrhunderts n. Chr., zusammengestellt. Daher ist unbekannt, welche Kapitel des Buches tatsächlich von Zhuangzi selbst verfasst wurden. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Sammlung verschiedener daoistischer Schriften, die alle drei Entwicklungsphasen des Daoismus repräsentieren.

Vermutlich spiegeln nur die Kapitel, die der dritten, höchsten Entwicklungsstufe zugeordnet werden, die Ideen des Zhuangzi wider, wobei es keineswegs zwingend ist, dass er sie alle selbst geschrieben hat. Da der Name Zhuangzi die letzte Phase des frühen Daoismus repräsentiert, ist es sehr wahrscheinlich, dass sein System erst von seinen Nachfolgern vervollständigt wurde. Beispielsweise wird in einigen Kapiteln des Zhuangzi Gongsun Long erwähnt, der eindeutig nach Zhuangzi lebte.





Über den Autor

Dieser Artikel wurde von Sykalo Yevhen zusammengestellt und redigiert — Bildungsplattform-Manager mit über 12 Jahren Erfahrung in der Entwicklung methodischer Online-Projekte im Bereich Philosophie und Geisteswissenschaften.

Quellen und Methodik

Der Inhalt basiert auf akademischen Quellen in mehreren Sprachen — darunter ukrainische, russische und englische Universitätslehrbücher sowie wissenschaftliche Ausgaben zur Geschichte der Philosophie. Die Texte wurden aus den Originalquellen ins Deutsche übertragen und redaktionell bearbeitet. Alle Artikel werden vor der Veröffentlichung inhaltlich und didaktisch geprüft.

Zuletzt geändert: 05/10/2025